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8 deutsche Gleichberechtigung-Kämpferinnen, die wir nie vergessen dürfen

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8 deutsche Gleichberechtigung-Kämpferinnen, die wir nie vergessen dürfen
Anlässlich des Weltfrauentages wollen wir an 8 Beispiele für Kampf und Mut erinnern.
8 Frauen, die nicht nur ihre Rechte und Fähigkeiten als solche durchsetzten, sondern sich als brillante Individuen auszeichneten, die schließlich die heute selbstverständliche Idee Wurzeln etablierten, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind.

1. Clara Zetkin

Clara Zetkin (1857-1933) kämpfte unablässlich für die Emanzipation der Frau. Dabei vertrat sie die Stellung, dass Frauen erst dann emanzipiert sein können, sobald sie nicht mehr wirtschaftlich von Männern abhängig seien. Die Politikerin forderte Frauenwahlrecht sowie freie Berufswahl und Arbeitsschutzgesetze für Frauen. Doch nicht nur das: Die furchtlose Clara Zetkin rief zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf!

Clara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg (rechts). Unknown author. Via commons.wikimedia.org

2. Louise Aston

Louise Aston (1814-1871) kämpfte ebenfalls für Gleichberechtigung, und das auf ihre ganz eigene Art. Sie provozierte mit ihrem Verhalten, trug Männerkleidung  und rauchte auf der Straße. Dies führte dazu, dass sie von der Polizei bewacht und sogar aus Berlin ausgewiesen wurde. Ebenfalls „provozierte“ sie mit ihren Texten, in denen sie für Emanzipation und freie Persönlichkeitsentfaltung stand. Aber auch das ein oder andere erotische Gedicht veröffentlichte sie. Eben eine Frau, die sich nicht unterkriegen ließ!

3. Elisabeth Selbert

Dr. Elisabeth Selbert (1896-1968), Jusistin und Politikerin, wird auch die „Mutter des Grundgesetzes“ genannt. Denn nach Kriegsende setzte sich sie für Gleichberechtigung ein und sorgte für folgenden Satz im Grundgesetz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Hierfür brauchte sie mehrere Anläufe, aber Elisabeth Selbert ließ sich nicht unterkriegen. Eine starke Frau, die Großes bewirkt hat.

Foto: Manuel Esteban (Shutterstock)

4. Sophie Scholl

Sophie Scholl (1921-1943) ist wohl eine der mutigsten Frauen der deutschen Geschichte. Gemeinsam mit ihrem Bruder gründete sie die Gruppe „Weiße Rose“, die sich gegen den Nationalsozialismus auflehnte – mithilfe von Flugblättern. Dafür wurde sie von den Nazis zum Tode verurteilt. Zur Würdigung der Geschwister Scholl wurden viele Straßen, Wege und Plätze und Schulen in Deutschland nach ihnen benannt.

Foto: neftali (Shutterstock)

5. Dorothea Christiane Erxleben

Dorothea Christiane Erxleben (1715-1762) kämpfte dafür, als Frau studieren zu dürfen. Und das im 18. Jahrhundert! Trotz ihres ausgiebigen medizinischen Wissens wurde ihr der Zugang zur Universität verwehrt, im Gegensatz zu ihrem Bruder. Und so wandte sie sich an Friedrich den Großen. 13 Jahre später hielt sie ihren Doktortitel in den Händen. Denn als Frau musste sie sich nebenbei um die Familie kümmern. Eine wahre Powerfrau!

Unknown author. Via commons.wikimedia.org

6. Helene Lange

Helene Lange (1848-1930), die als Lehrerin in Berlin arbeitete, setzte sich stark für die Bildung von Mädchen und Frauen ein. Ihre Absicht war dabei, dass Frauen sich nicht mehr minderwertig fühlen mussten und von Männern unabhängig machen konnten. Besonders mutig war sie auch, denn sie lebte die Beziehung zu ihrer Lebensgefährtin Gertrud Bäumer offen aus.

© Atelier Elvira. Via commons.wikimedia.org

7. Fanny Lewald

Fanny Lewald (1811-1889) war Schriftstellerin und vor allem eins: unabhängig. Und dies wünschte sie sich für alle Frauen. So setzte sie sich stark gegen die Zwangsverheiratung ein. Sie selbst hatte sich in ihrer Jugend erfolgreich dagegen gewehrt einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebte. Außerdem setzte sie sich dafür ein, den Frauen die Einreichung der Scheidung zu erleichtern. Fanny Lewald finanzierte sich selbst mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Eben eine echt emanzipierte Frau, und das im 19. Jahrhundert! Daher gilt sie auch heute noch als eine der Vorkämpferinnen der Frauenemanzipation.

© Lazarus Wihl. Via commons.wikimedia.org

8. Alice Schwarzer

Alice Schwarzer (*1942) wird auch als die Ikone des deutschen Feminismus beschrieben. Sie setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen ein und geht dabei oft einen Schritt weiter als andere. So verklagte sie den Stern-Chefredakteur dafür, dass das Magazin Frauen als Sexobjekt darstelle. Auch setzt sie sich stark für die Legalisierung und gegen die Tabuisierung von Abtreibungen ein. Sie ist zudem Gründerin und Chefredakteurin des feministischen Magazins Emma. Eine Frau, die viel bewegt.

© Manfred Werner. Via commons.wikimedia.org
Titelbild: „Mütter des Grundgesetzes“ © Haus der Geschichte, Bonn