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Das erste Katzencafé in Stuttgart hat kürzlich eröffnet

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

Das erste Katzencafé in Stuttgart hat kürzlich eröffnet

Katzen sind das mit Abstand beliebteste Haustier in Deutschland, aber nicht jeder kann es sich leisten, eine zu Hause zu haben. Wer aber einen pelzigen Freund mit eigenständigem Charakter vermisst, kann in einem Katzencafé sein Glück finden: Ein Kaffeehaus, in dem Katzen frei herumlaufen und man sie beobachten und sogar streicheln kann, als wären es die Eigenen. Und endlich bekommen wir auch in Stuttgart eines. Es heißt Happy Cat’s Café & Trattoria, befindet sich im Westen und ist mehr als charmant.

Der Ursprung von Katzencafés

Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist die Idee eines Cafés für Menschen und Katzen nicht neu. Tatsächlich wurde das erste Katzencafé der Welt, „Cat Flower Garden„, bereits 1998 – also vor mehr als 20 Jahren – in Taiwan eröffnet.

Doch erst in Japan erlebte das Konzept seine wahre Blütezeit. Aufgrund der Größe und der Bevölkerungszahl Japans leben viele Einwohner in kleinen Wohnungen oder Eigentumswohnungen, in denen keine Haustiere erlaubt sind. Daher ist ein Katzencafé ein sehr beliebtes Ziel für junge Arbeitnehmer, die Gesellschaft und Komfort suchen. Das Erste wurde 2004 eröffnet, und bald folgten Dutzende weitere.

Ihr Erfolg war sogar so groß, dass die Idee nach Europa und Amerika exportiert wurde und sie seit den 2010er Jahren florieren. Und obwohl wir eine ganze Weile warten mussten, sind wir froh, dass wir hier eine haben.

Foto: Yerlin Matu / Unsplash

So sieht das Stuttgarter Katzencafé aus

Der Besitzer des Happy Cat’s Café & Trattoria ist zwar Daniel di Stefano, aber der Laden gehört zweifellos seinen beiden Katzen: Blue, eine Mischung aus Maine-Coon-Perser, und Spooky, eine junge Siamkatze. Sie haben Katzenbäume, einen von der Decke hängenden Holzsteg und alle erdenklichen Kissen, auf denen sie sich hinlegen und aus dem Fenster schauen können. Außerdem verfügen beide Katzen über einen Rückzugsbereich in einem separaten Raum, der durch eine Katzenklappe zugänglich ist – mit eingeschränktem Zugang für Menschen.

Um den Komfort und das Wohlbefinden der Katzen zu gewährleisten, müssen sich alle Besucher an bestimmte Regeln halten:

  • Schlafende Katzen dürfen nicht geweckt werden.
  • Es ist auch verboten, die Katzen hochzunehmen und an ihren Ohren und Schwänzen zu ziehen.
  • Die Katzen dürfen nicht mit Kuchen gefüttert werden – Leckerlis gibt es für sie im Café.
  • Fotos von den Katzen dürfen nur ohne Blitzlicht gemacht werden.
Schlafende Katzen dürfen hier nicht geweckt werden. Foto: Angela Lo / Unsplash

Ein umstrittenes Konzept

Trotz dieser Regeln sind die Eröffnung des Happy Cat’s Café und sogar das Konzept eines Katzencafés nicht unumstritten.  Wohlfahrtsverbände sind sich nicht einig, ob Katzencafés eine geeignete Umgebung für Katzen sind. Dennoch sind sich alle einig, dass diese Kaffeehäuser angemessen reguliert werden müssen. Und in diesem Sinne ist das Stuttgarter Katzencafé mehr als vorbereitet – es wurde vom Gesundheitsamt und vom Veterinäramt genehmigt. Zu den Auflagen gehören unter anderem eine Katzentoilette für jede Katze, getrennte Wasser- und Futternäpfe für jedes Tier und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten – und die hat es, wie wir gesehen haben.

Außerdem unterscheidet sich das Konzept des Happy Cat’s Café von dem eines gewöhnlichen Katzencafés. In der Regel zahlen die Gäste ein Entgelt stundenweise, und somit können Katzencafés als eine Art überwachter Haustierverleih angesehen werden. Stattdessen zahlen die Besucher hier für ihre Getränke und Speisen und genießen gleichzeitig die Gesellschaft dieser schnurrenden Stammkunden.

Tags: kaffee
Gastro