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Natur & Wellness

Warum gefrorene Seen wie in Star Wars klingen

Die Erklärung zum Science-Fiction-Film scheinendes Phänomen des singenden Eis

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

Warum gefrorene Seen wie in Star Wars klingen
Wenn wir uns einen zugefrorenen See vorstellen, denken wir fast alle an einem stillen, leblosen Ort vor. Aber die Wahrheit hört sich ganz anders an. Seen können nämlich singen!

Dieses Phänomen wird als Dopplereffekt bezeichnet. Richtig, wie in der berühmten Bing Bang Theory – Folge. Hier eine kurze Erklärung:

Was haben aber Krankenwagen, Flugzeuge und Sterne mit einem gefrorenen See zu tun? Zunächst einmal: Eis bewegt sich gar nicht! Nun, das ist nicht ganz falsch. Sicherlich hat dennoch jeder von euch schon einmal die Eiswürfel in eurer Cola, euren Eistee oder euren Gin-Tonic (oder, was Ihr auch immer gerne trinkt) knacken gehört.

Das Geräusch entsteht durch den Temperaturunterschied, der das Eis spannt und ausdehnt, bis es reißt. In einem See passiert das einfach in einem größeren Maßstab. Die Luft über dem Eis ist mehrere Grad unter null, und das Wasser darunter ist in der Regel 4 über null, sodass auf der ganze Oberfläche Risse erscheinen.

Das sagt immer noch nichts über den Krankenwagen! Weil noch der entscheidende Faktor fehlt, nämlich dieser: Schall bewegt sich im Eis viel schneller als in der Luft. Ein gefrorener See ist also eine gigantische Membran, über der sich kurze Schallwellen mit sehr hoher Geschwindigkeit aus allen Richtungen bewegen, auch an uns vorbei. Je höher die Geschwindigkeit, desto kürzer die Schalwellen und höher der Ton, den wir hören. Also fast wie der Krankenwagen.

Mit nur ein paar Steinen (und einem gefrorenen See in Ihrer Nähe) könnt Ihr sogar selbst zum Tontechniker werden und die Schlacht um Hoth nachspielen.

 

Tags: winter