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Kultur Secret Guides

4 besondere Lost Places im Stuttgarter Umland

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

4 besondere Lost Places im Stuttgarter Umland
Lost Places besitzen eine unbestreitbare Magie, die viele Fotografie-Fans und Abenteurer dazu bringt, ihre eigene Sicherheit zu riskieren, um sie zu erkunden.
Zum Glück gibt es in der Gegend um Stuttgart mehr als einen verlassenen Ort, den man genießen kann, ohne irgendwelche Regeln zu brechen oder die eigene Gesundheit zu gefährden. Die folgenden 4 sind die Geheimnisvollsten und Attraktivsten.

Bunkerwald in Waldstetten

Zu Beginn des Kalten Krieges baute die US-Armee in einem Wald bei Waldstetten 28 Bunkern zur Lagerung von Waffen, Munition und für andere noch unbekannte Zwecke. Sie wurden in den 80er-Jahren im Zuge der Deeskalation vor Kriegsende aufgegeben. Heute ist der Wald ein Naturschutzgebiet und die Bunker – zugemauert oder durch Erdrutsche beschädigt – dienen bedrohten Fledermausarten als zu Hause. Das Heimatmuseum Waldstetten bietet Führungen durch die gesamte Anlage an.

Foto: Trümmer Lümmler / vnv-urbex.de

Hotel Waldlust

Es gibt nur wenige Menschen, die das Grand Hotel Waldlust in Freudenstadt noch nicht kennen – sei es als Drehort für Horrorfilme oder als Schauplatz des letztjährigen Livestream-Events „Horrorcamp“. Was einst ein luxuriöses Hotel mit 140 Suiten mitten in der Natur war, das sowohl Könige als auch Hollywood-Stars empfing, ist heute ein riesiges und beeindruckendes Gebäude. Und dank des Vereins für Kulturdenkmale Freudenstadt auch ein historisch erhaltener Ort, in dem man sogar übernachten kann.

Foto: Claudia77 / fotocommunity.de

Gruorn

Bis in die 30er-Jahre war Gruor ein Bauerndorf mit einer mehr als 700-jährigen Geschichte. Das kann man an der noch stehenden Kirche und Schule sowie den zahlreichen Ruinen einzelner Häuser erkennen, die teilweise unterkellert sind. Von der späteren Nutzung als Truppenübungsplatz der Reichswehr zeugen zwei Zementbauten, Straßen, Panzersperren und Munitionslager, die rund um den Ort zu finden sind – und die Ihr auch bei einer Führung entdecken könnt.

Foto: gerda schmid / fotocommunity.de

Tiergarten Tübingen

Tübingen ist eine Stadt, in der jeder Ecke eine Geschichte zu erzählen hat. Und die bunteste Ecke ist sicherlich der Spitzberg: zuerst Heimat der Ödenburg und Anfang des 20. Jahrhunderts des Tiergarten Tübingen. Von 1907 bis 1919 wurden im Zoo Eisbären, Tiger, Alligatoren und viele andere Arten gepflegt. Sie erfreuten die Nachbarn der Stadt und offenbar sogar den König Wilhelm II.. Den Ersten Weltkrieg überlebte der Zoo jedoch nicht und im Laufe der Zeit verschlang ihn der Wald vollständig. Seitdem ist nur ein Käfig übrig geblieben.

Foto: Florian Zubeil / Wikimedia Commons