×

GIB DEIN SUCHWORT EIN UND DRÜCKE ENTER

Lädt gerade...

4 misteriöse Lost Places in Stuttgarts Umgebung

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

4 misteriöse Lost Places in Stuttgarts Umgebung

Mit der Entwicklung der Städte und den sich ändernden Bedürfnissen der Bevölkerung werden sowohl öffentliche als auch private Gebäude aufgegeben, sobald sie ihren ursprünglichen Nutzen verlieren. Diese Gebäude sind zu teuer, um sie instand zu halten oder abzureißen, und werden daher dem Verfall überlassen.

Doch in dem Maße, wie diese Lost Places zu verrotten beginnen und von der wilden Natur erobert werden, werden sie auch zu Anziehungspunkten für „Urban Explorers“ oder „Urbexer„. Eine wachsende Zahl von Fotografie- und Abenteuerbegeisterten, die auf ihrer Suche nach einer geheimnisvollen Landschaft dennoch bestimmte Regeln befolgen:

  • Nicht einbrechen.
  • Keine Gefahren eingehen – so selbstverständlich das auch klingen mag.
  • Keine Verschmutzung oder Veränderung des Ortes.
  • Keine spezifischen Adressen geben – um Vandalismus und Überfüllung zu vermeiden.

Auch in Baden-Württemberg gibt es Attraktionen für alle Stadtentdecker, die sich an die oben genannten Regeln halten.

1. Bunkerwald in Waldstetten

Zu Beginn des Kalten Krieges baute die US-Armee in einem Wald bei Waldstetten 28 Bunkern zur Lagerung von Waffen, Munition und für andere noch unbekannte Zwecke. Sie wurden in den 80er-Jahren im Zuge der Deeskalation vor Kriegsende aufgegeben. Heute ist der Wald ein Naturschutzgebiet und die Bunker – zugemauert oder durch Erdrutsche beschädigt – dienen bedrohten Fledermausarten als zu Hause. Das Heimatmuseum Waldstetten bietet Führungen durch die gesamte Anlage an.

Foto: Trümmer Lümmler / vnv-urbex.de

2. Hotel Waldlust

Es gibt nur wenige Menschen, die das Grand Hotel Waldlust in Freudenstadt noch nicht kennen – sei es als Drehort für Horrorfilme oder als Schauplatz des letztjährigen Livestream-Events „Horrorcamp“. Was einst ein luxuriöses Hotel mit 140 Suiten mitten in der Natur war, das sowohl Könige als auch Hollywood-Stars empfing, ist heute ein riesiges und beeindruckendes Gebäude. Und dank des Vereins für Kulturdenkmale Freudenstadt auch ein historisch erhaltener Ort, in dem man sogar übernachten kann.

Foto: Claudia77 / fotocommunity.de

3. Gruorn

Bis in die 30er-Jahre war Gruor ein Bauerndorf mit einer mehr als 700-jährigen Geschichte. Das kann man an der noch stehenden Kirche und Schule sowie den zahlreichen Ruinen einzelner Häuser erkennen, die teilweise unterkellert sind. Von der späteren Nutzung als Truppenübungsplatz der Reichswehr zeugen zwei Zementbauten, Straßen, Panzersperren und Munitionslager, die rund um den Ort zu finden sind – und die Ihr auch bei einer Führung entdecken könnt.

Foto: gerda schmid / fotocommunity.de

4. Tiergarten Tübingen

Tübingen ist eine Stadt, in der jeder Ecke eine Geschichte zu erzählen hat. Und die bunteste Ecke ist sicherlich der Spitzberg: zuerst Heimat der Ödenburg und Anfang des 20. Jahrhunderts des Tiergarten Tübingen. Von 1907 bis 1919 wurden im Zoo Eisbären, Tiger, Alligatoren und viele andere Arten gepflegt. Sie erfreuten die Nachbarn der Stadt und offenbar sogar den König Wilhelm II.. Den Ersten Weltkrieg überlebte der Zoo jedoch nicht und im Laufe der Zeit verschlang ihn der Wald vollständig. Seitdem ist nur ein Käfig übrig geblieben.

Foto: Florian Zubeil / Wikimedia Commons
Secret Guides