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Das Privatleben von Württembergs letztem König

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

Das Privatleben von Württembergs letztem König
Anlässlich des 100. Todestages des Monarchen versucht die kürzlich eröffnete Ausstellung „Wilhelm II  – König von Württemberg“ im Stadtpalais sowie im Hauptstaatsarchiv die Kontroverse um seine Figur zu klären.

Die historische Person Wilhelms II., vierter und letzter König von Württemberg, ist immer noch ein heißes Thema unter Historikern und Politikern. Er bestieg den Thron 1891, eine Zeit, die sich von der Konfrontation zwischen der Monarchie und den politischen Bestrebungen der Bourgeoisie prägte. Der König, mit der scheinbaren Überflüssigkeit seiner eigenen Rolle konfrontiert, soll sich aber schnell an die neue Situation angepasst haben. So weit so, dass er 1918 abdankte und bei den Wahlen 1919 zur Nationalversammlung mitmachte. Die Tatsache, dass 100 Jahre nach seinem Tod immer noch über ihm diskutiert wird, zeigt, wie bedeutend er für die Stuttgarter Gesellschaft war.

So sehr, dass letzte Woche eine neue Ausstellung im Stadtpalais und im Hauptstaatsarchiv eröffnet wurde, die Wilhelm II. gewidmet ist. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören – natürlich neben dem Rundgang durch das schöne Stadtpalais – die kürzlich entdeckten privaten Briefe des Monarchen. Sie beleuchten seine „liberale“ Haltung und seinen engen Kontakt zum Bürgertum. Viele haben ihn nicht umsonst „Bürgerkönig“ genannt, und nun können wir endlich viele Geheimnisse seines Lebens lüften und herausfinden, ob das stimmt.

Freuen können sich die Besucher auch auf die beiden Schatzkammern mit Lebenszeugnissen und königlichen Erinnerungsstücken, die im Stadtpalais zu sehen sind, sowie auf die bereits im Januar beginnenden Vorträge, Diskussionen und Workshops zur württembergischen Monarchie und den Deutschen Reich. Die Ausstellung wird bis zum 27. März zu sehen sein. Die Öffnungszeiten gehen von 10 bis 18 Uhr, dienstags bis sonntags.

Foto: Silesia711 / Wikimedia Commons

Auf dem Gelände des Stadtpalais muss jederzeit entweder eine medizinische Einwegmaske oder eine FFP2-Maske getragen werden. Außerdem ist die Anzahl der Besucher im Gebäude und in den einzelnen Bereichen begrenzt. Weitere Informationen findet ihr hier.

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